Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Wer nicht fragt bleibt dumm

4

Fragen zu stellen ist wichtig, förderlich. Fragen zu stellen muss erlaubt sein. Denn nur dadurch können wir uns weiterentwickeln. Antworten implizieren neue Fragen - so funktioniert Wissenschaft. Wenn nicht mehr gefragt wird, wird nicht mehr geforscht. Fragen erweitern den Horizont. Und jeder fragt seine ganz persönlichen Fragen aufgrund seiner persönlichen Überlegungen.

Fragen zu stellen, zu hinterfragen ist kreativ. Gemeinsam nach Antworten zu suchen verbindet. Das ist nicht immer harmonisch. Das ist nicht immer leise. Aber wenn man sich einläßt, ist es immer lohnend. Entweder erweitert sich der eigene Horizont oder man kann einfach nur inspirieren. Ich bin dankbar, dass ich Fragen stellen darf. Und noch mehr, wenn ich Antworten bekomme. Antworten, die fundiert und belegbar sind, keine Phrasen. Phrasen mag ich nicht. Da muss ich weiterfragen. Wir fragen alle immer so lange, bis wir zufrieden sind. Oder resignieren.

Ich habe in den letzten Tagen viele Antworten bekommen auf meine Fragen. Alle seriös und belegt. Es war eine Reise. Eine Reise, die mit einem komischen Gefühl begann, das Fragen aufwarf. Und ich habe in einigen Ecken nach Antworten gesucht. Aber irgendwie ergaben die keine Sicherheit. Sie gaben mir keine Argumente oder Beruhigung. Ich war sehr durcheinander und wütend. Überall lagen Puzzleteile herum und ich konnte sie nicht zusammenbringen. Bis ich dann einen Rahmen stecken konnte. Und feststellte, dass ich gar nicht allein war mit meinen Fragen. Und dann waren da immer mehr Puzzleteile, die plötzlich ineinanderpassten. So richtig beruhigt hat mich das nicht. Je mehr passte, umso wütender und ohnmächtiger fühlte ich mich. Ich kam aus dem Gedankenchaos kaum raus. Zum Glück hatte ich eine liebe Freundin an meiner Seite, die mich nicht nur mit Studien und serlösen Daten versorgte, sondern auch mit der nötigen Ruhe. Zwischendurch war es wir ein superspannender Krimi.

Ich habe Antworten auf meine Fragen bekommen. Ich habe Dinge erfahren, die mich sehr beunruhigen, habe gelernt dass auch Netzwerke zwei Seiten haben, Einfluss und Macht besser kontrolliert werden sollten , es mehr Transparenz geben sollte und es müssen immer, wirklich immer Fragen gestellt werden dürfen, es gibt keinen einzigen Grund, Staatsgewalt auf einen Person zu übertragen, Interessenkonflikte müssen unterbunden werden.

Gestern schrieb mir eine sehr liebe Freundin: '… ich hatte keine andere Möglichkeit, als mich in dem Moment total in mich selbst zurückzuziehen... erst fühlte es sich wie eine Isolation an, wie Abschottung... aber das war es nicht, es war wirklich eine große Chance für mich. Ich fühle mich jetzt noch viel sicherer und geborgener in mir selbst... .- ich glaube, das passiert einfach, wahrscheinlich unbewusst.' Ja, sie hat recht. Mit genau diesem Gefühl bin ich heute aufgewacht. Es war Frieden in mir. Ich bin dankbar für das Wissen, dass ich jetzt habe. Ich bin gerüstet und gestärkt. Ich weiß jetzt, dass mich jede Frage immer zu mir führen wird. Dass ich immer die Wahl habe. Vielleicht nicht im Außen, aber in mir. Die Antworten haben mir bei weitem nicht gefallen. Aber wenn man fragt, muss man eben auch mit unbequemen Antworten rechnen. So ist das eben.

Bitte hört nie auf zu fragen. Es gibt immer Antworten. Nur durch Fragen lernen wir. Wie die Kinder. Sie wissen auch nicht, was wir ihnen zeigen oder erklären. Fragen durchbohren, sie sind manchmal unbequem, sie sind anstrengend, wenn man einfach seine Ruhe will. Aber sie sind essentiell. Je älter wir werden, umso weniger fragen wir (uns). Aber das tut uns einfach nicht gut. Erlerntes und wiedergegebenes Wissen ohne Reflektion ist überflüssig. Wachsames und aufmerksames Beobachten bringt immer Fragen mit sich. Wenn wir keine Fragen mehr haben, stimmt etwas nicht. Dann sind wir dumm - um den Kreis mit der Überschrift zu schließen.

König der Löwen – die Kunst der Animation

5

Wir haben gestern den neuen Film 'Der König der Löwen' gesehen. Ich war so fasziniert von den großartigen Tieraufnahmen. Aber wie haben sie all die Tieren unter dem Felsen versammeln können? Durch Animation? Es muss wohl so sein... Faszinierend.

Aber was bedeutet das? Mir wurde etwas schlecht als ich weiter darüber nachdachte. Wenn das so echt animiert werden kann, dann kann im Grunde alles animiert werden. In einem Film mag es wirklich mehr Wirkung und Intensität erzeugen. Aber auch bei Auslandsberichten und den Nachrichten? Können wir überhaupt noch Realität und Fiktion unterscheiden? Ich finde es immer schwieriger. Jede Medaille hat zwei Seiten. Ja, es klingt nach Verschwörung. Aber tut es das tatsächlich? Es ist nur ein Gedanke, der sich mir gestern Abend aufdrängte.

Wem sollen und können wir vertrauen? Ich kann Unsicherheit wirklich gut nachvollziehen. Fragen zu stellen ist in diesen Tagen fast gefährlich geworden. Es ist nicht erwünscht. Antworten gibt es nicht bzw. werden der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung gestellt. Aus welchen Gründen auch immer.

Was bleibt? Es bleibt unser Herz. Es weiß am besten, was richtig und gut für uns ist. Es ist das weiseste Organ. Unbeeinflussbar und unerschütterlich. Es weiß immer die Antwort. Nicht auf die Welt. Aber auf den nächsten Schritt.

Hört ihm zu! Das kann jeder von uns üben. Mir fällt es auch oft schwer. Und oft ignoriere ich es. Aber am Ende hatte es doch recht. Es ist immer auf Deiner Seite. Es hat keine anderen Interessen. Es möchte nur, dass Du glücklich bist, denn dann ist es gesund. Also schließen wir einen Pakt mit unserem Herzen? Dann sind wir unbeirrbar in wirren Zeiten, dann sind nicht manipulierbar. Dann stehen wir fest im Leben. In unserem Leben. Dann sind die Umstände nur etwas, worin wir uns bewegen müssen und nichts, was uns bewegt. Dann sind Realität und Animation nur Definitionen, die wir uns zu nutze machen.

Lasst uns in uns selbst Ruhe und Vertrauen finden.

#socialdistance

0

Manche Worte und Begrifflichkeiten schleichen sich einfach so ein. Sind einfach da. Als Schlagwort. Aus 'stayathome' wurde plötzlich 'socialdistance'. Wie kann das sein?

Wollen wir uns sozial voneinander distanzieren? Das doch wohl nicht. Wir wollen gerade räumlich Distanz wahren, um eine Ansteckung möglichst unmöglich zu machen. Aber räumliche Distanz heißt spatial distance. Warum wird also ein Hashtag 'socialdistance' kreiert? Und warum verwenden wir ihn ohne zu überlegen?

Wenn ich Kommentare lese, Zeitungsartikel etc. stimmt es leider, dass wir immer unsozialer und aggressiver aufeinander reagieren. Im Supermarkt, auf der Straße. Wir spielen Polizei und hetzen gegeneinander. Also social distance funktioniert. Unbemerkt und aus vermeindlich gutem Grund. Aus Angst vor dem Tod. Aus Angst vor dem Tod werden wir Einzelkämpfer. Dabei braucht es doch gerade jetzt Gemeinsamkeit, Füreinander, Verständnis, ein verbindendes 'Gemeinsamsindwirstark'. Und wir sollten gemeinsam aufmerksam sein. Als soziale Wesen. Denn das sind wir. Wir sind aneinander interessiert, empathisch und fürsorglich. Das bedeutet sozial. Da sollten wir keinenfalls auf Distanz gehen. Das ist gerade sehr notwendig.

Fast unmerklich werden immer mehr Kontrollorgane und Kontrollmöglichkeiten installiert. Umso achtsamer müssen wir sein. Momentan sind wir alle in Sorge, Angst und Unsicherheit. Kritische Worte oder andere Ergebnisse werden schnell in eine Ecke gestellt und als Fake oder Verschwörung abgestempelt. Viele wissen gar nicht mehr, was sie glauben sollen. Das kann ich gut verstehen. Und niemand mag glauben, dass all das nicht nur unserem Schutz sondern eigenen Interessen gelten könnte.

Aber 'social distance' ist nicht zu unserem Schutz und es dient keinem anderen Zweck als uns zu trennen. Etwas, was uns immer wieder erzählt wird, was wir immer wieder hören, wird zu unserer Wahrheit. Das ist Manipulation. Wir hören überall von Gedankenhygiene und positivem Denken. Das erachte ich auch als absolut notwendig. Wir müssen aufmerksam sein, mit dem, was wir denken. Hier ist Achtsamkeit notwendig. Und 'socialdistance' ist nicht, was wir wollen. Dieser Begriff verwirrt unser Gehirn. Unterschätzen wir nicht unser Unterbewusstsein. Wir verstehen darunter, zuhause zu bleiben, möglichst kontaktlos mit der Außenwelt zu agieren, alte Mitmenschen und Verwandte nicht zu besuchen und so zu schützen. Aber es bedeutet eben etwas anderes. Und das sollte keinen Platz in unseren Gedanken haben. Egal in welcher Sprache. Es sind Worte, die zu Taten werden. ..

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Talmud

Die Gedanken sind frei. Lassen wir gute Gedanken zu guten Worten werden. Achten wir darauf, zum Wohle aller zu denken. Trennen wir uns körperlich und räumlich. Temporär. Aber behalten wir unsere Herzen auf Kurs. Füreinander. Aufeinander zu.

Zitat des Tages

0

... ist heute 'Von guten Mächten umgeben...' von Dietrich Bonhoeffer.

In den letzten Tagen habe ich mich viel mit Recherche, Statistiken und Überlegungen beschäftigt. Und je mehr ich mich mit Fakten beschäftigte, umso mehr entfernte ich mich von meiner Lebensfreude, der Liebe, der Unerschütterlichkeit der Tage davor. Kaum merklich überging ich meine Herzensweisheit. Ich hörte wieder nicht zu. Viel zu sehr war ich damit beschäftigt, mir das Offensichtliche zu bestätigen.

Ich bin tatsächlich auf den Zug mit aufgesprungen. Nicht den der Angst. Eher den der Wut. Und der Machtlosigkeit. Ich habe mich auf eine Auseinandersetzung eingelassen, die es nicht wert ist. Ich wurde immer getriebener. Und plötzlich waren da Gedanken in meinem Kopf, die sicherlich faktisch absolut berechtigt waren und auch sind. Und ich fing an, all das in meine Familie und zu meinen Freunden zu tragen.

Leider versprechen die Fakten, Zahlen und Informationen nichts Gutes. Egal wie viel wir wissen oder nicht. Ich glaube, mittlerweile ist eine so große Verunsicherung entstanden, dass man sich selbst kaum noch über den Weg traut und nicht mehr weiß, wem oder was man noch glauben soll. Und darum soll es ab jetzt egal sein! Ich steige wieder aus. Ich springe ab. Zum Teufel damit!

Ich besinne mich auf mein Herz. Auf die Liebe in mir. Auf die Freude. Auf das, was mir gut tut. Lasse das Alte los und beginne etwas Neues. Ich probiere mich aus. Versuche neues in meinem Leben zu etablieren. Ich habe mir schon so ewig vorgenommen, meinen Tag zu strukturieren. Also so richtig. In schön. Mit Zeiten für mich und Zeiten für Kreativität.

Dass mir das Herz aufgeht. Und zwar so richtig.

Ich werde das, was ich nicht mehr brauche ausmisten. Das tun gerade viele Menschen. All das, was im Keller vorsichhinstand, habe ich ja schon aussortiert. Jetzt guck ich mal, was ich noch für verstaubte Glaubenssätze in meinem Hirn finde, die unbrauchbar geworden sind. Mal schauen, was das Ego so gehamstert hat. Wahrscheinlich hat das alles längst das Ablaufdatum überschritten.

Ich weiß, dass ich von guten Mächten umgeben bin. Am Abend und am Morgen und immer. Wir alle sind das. Es wirken auch die anderen Mächte. Unübersehbar. Aber was ist schlimmer als Hass? Genau. Ignoranz! Und darin üben wir uns jetzt, ok? Was wir nicht beachten, wird überflüssig.

Ich wünsche uns einen segensreichen Tag, Anke

Dankbarkeit

0

Heute weiß ich sofort, was ich schreiben möchte.

Besonders in diesen Tagen sollten wir unsere Energie hochhalten und uns vor Augen halten, wofür wir dankbar sein können. Und auch wenn die Situation für viele gerade sehr schwer ist, hat jeder Tag einen Funken Hoffnung, einen Lichtstrahl, etwas Liebe und hoffentlich auch ein Lächeln. Im Kühlschrank ist mit Sicherheit noch eine Scheibe Käse zu finden und Wasser haben wir auch.

Das sind wirklich viele Gründe. Versucht Eure Gedanken auf Sparflamme zu fahren. Unser Gehirn basiert auf Erfahrungen, kann nur darauf zurückgreifen, was es kennt. Und es macht sich pauschal immer Sorgen. Weil es dafür da ist, Probleme zu lösen bzw. uns zu warnen. Das sind grundsätzlich keine schlechten Eigenschaften, versteht mich nicht falsch.

Aber im Moment können wir damit wenig anfangen. Weil wir diese Situation noch nicht kennen. Und Grund zur Sorge bekommen wir im Moment, sobald wir das Radio einschalten oder das Handy zur Hand nehmen. Überall Ratlosigkeit, Angst und leider auch Verzweiflung. Niemand weiß so recht, wie es weitergeht, ob die jetzt schon entstandenen Schäden reparabel sind. Und die, die vielleicht mehr wissen, lassen uns im Dunkel.

Also haben wir - wie immer - die Wahl. Springen wir auf den Sorgenzug mit auf oder nehmen wir uns einen kurzen Moment zurück, atmen tief durch und suchen den Schatz, der sich immer und überall verbirgt. Vertrauen wir darauf, dass es ihn gibt. Im Nachhinein hat es doch immer einen gegeben. Damit können wir auch unser Hirn beruhigen.

Konzentrieren wir uns einen Moment auf das Gute, das Schöne, die Chance und eventuelle neue Wege, die überall auf uns warten. Seit Tagen ist keine Wolken am Himmel und die Sonne scheint. Es gab Zeiten, da haben wir uns nichts mehr gewünscht. Jetzt sind sie da. Wievlele haben sich gewünscht, mehr Zeit zuhause zu verbringen. Dürfen wir jetzt. Wir haben beklagt, dass wir gehetzt durch den Alltag jagen, keine Zeit für die Kinder oder gemeinsame Aktivitäten ist. Die wird uns jetzt geschenkt.

Natürlich muss für die materielle Versorgung gesorgt werden. Aber das liegt leider im Moment nicht in unserer Hand. Das soll hier auch nicht das Thema sein.

Wir sollten gerade jetzt zusammenhalten, uns gegenseitig aufbauen und Mut zusprechen. Worte machen nicht satt, aber vielleicht können sie Ideen wecken, neue Wege zu beschreiten, den Mut, lang gehegte Träume wieder auszugraben und umzusetzen. Not macht erfinderisch!

Von einer neuen Zeit zu sprechen, klingt sehr pathetisch. Aber wir können uns jetzt bewusst machen, ob unsere Prioritäten bzw. Werte überhaupt zu uns passen oder ob wir doch ein wenig zu viel mit dem Strom geschwommen sind. Wir können selbst entscheiden, ob eine neue Zeit anbricht oder nicht.

Lasst uns wirklich und wahrhaftig dankbar sein und aus vollem Herzen leben. Der Mensch ist gut. Wir haben alle Gutes im Sinn. Vielleicht agieren wir oft egoistisch. Aber wenn's drauf ankommt, sind wir füreinander da. Darauf sollten wir uns besinnen! Das geschieht gerade vor unseren Augen. Aufrufe, geschlossen Geschäfte online zu unterstützen, Essen im örtlichen Restaurant zu holen, Einkaufshilfe in der Nachbarschaft...

Also halten wir uns an den Händen und treten dem, was da gerade lähmt, entschieden entgegen. Ein dankbarer und liebevoller Geist sind ein wunderbarer Immunbooster. Wir schützen uns also vor Viren und vor Verzweiflung.

Die Sonne scheint, wir haben Wasser und wir haben uns. Ich mag den Ausdruck 'social distancing' nicht. Denn wir dürfen uns nicht sozial voneinander distanzieren. Räumlich ja. Aber was sind schon Raum und Zeit? Wir können mitfühlend und empathisch über jede Distanz sein. Wir können gemeinsam lachen und weinen. Danke für das www! Danke für smartphones! Danke für das Kontakthaltenkönnen auf diesem Wege.

Liebe und Dankbarkeit sollen uns durch die nächsten Tage und Wochen - und am besten durchs ganze Leben - tragen. Sie sind das Warme und Gütige in unserem Leben. Das ist es doch worauf es ankommt.

Tragen wir ein Licht ins Leben anderer, indem wir gemeinsam das sehen, was uns erhellt und strahlen läßt.

Danke, Anke ;-)

Der erste Schritt

0

Kennst Du das? Das Nichtanfangen, weil der erste Schritt gemacht werden muss?

Und es ist nicht einfach nur, dass er gemacht werden muss. Er soll gelingen. Er soll großartig sein. Wegweisend. Phänomenal. Der erste eben. Der, an den Du Dich Dich immer erinnerst. Der, der die Zusammenfassung all dessen, was folgt, in sich trägt. 'Es begann mit dem ersten' Schritt...

Wie also sollte dieses Ereignis nicht geplant, durchdacht und gefeiert werden?

Ich höre schon all die Stimmen, die rufen: 'Quatsch, geh einfach los! Fang an! Ist egal... einfach mal losgehen. Vielleicht ist es erst der fünfte Schritt, der großartig ist.. ' und mein Verstand sagt natürlich ganz souverän 'Ja, klar. Ich weiß. Mach ich.' Und gehe nicht los. Finde Gründe statt Wegen.

Wegen dieses blöden ersten Schritts.

Ich will ihn bestmöglich. Ich erwarte von mir Höchstleistung. Zumindest für den Anfang. Der erste Schritt soll mich komplett vom Stuhl hauen, er muss soviel Motivation beinhalten, dass ich nie mehr aufhöre zu laufen.

Manchmal gelingt er mir. Dieser erste Schritt, die Glanzleistung, der ultmative Beifallhascher. Dann kommt der zweite Schritt. Und der dritte. Vielleicht noch der vierte. Der fünfte dann fühlt sich langweilig, routiniert an. Da ist keine Sensation mehr, kein Beifall. Da wird es öde.

Also habe ich zwei Möglichkeiten. Entweder ich mache aus jedem Schritt den ersten. Oder ich gehe tatsächlich einfach los. Am Ende ist es dann doch auch wirklich egal. Es ist gleich-gültig. Es muss zu Dir passen. Es muss zu dem passen, was Du tun willst. Jeder Tag hat seinen ersten Schritt. Du kannst ihn feiern oder Du stellst einfach den Fuss auf den Boden. Am Ende solltest Du im Bad ankommen. Also am Ziel.

Ich saß hier und überlegte eine Überschrift. Ich hatte noch keine Idee, was ich überhaupt schreiben wollte. Also habe ich einfach angefangen. Und habe mir selbst gezeigt: Geh einfach los. Irgendwo kommen wir immer an. Hast Du ein Ziel? Wunderbar. Hast Du keins, genieß den Weg. Am Rand steht sovieles , was Dich vielleicht berührt, begeistert, Dich in den Bann zieht, Dir kurze Abwechslung bietet.

Ich habe jetzt immer noch keine Überschrift. Aber den Text. Also kann wohl auch der zweite Schritt, der wegweisende sein. Vielleicht gehöre ich zu den Menschen, die erst den zweiten vor dem ersten machen müssen. Ja, einfach mal angefangen... Meine große Herausforderung bei sehr vielen Aufgaben.

Ich wünsche Euch einen erfolgreichen Tag, Anke

Die Liebe

2

In diesen besonderen Zeiten ist es schwierig, eine Wahrheit zu finden. Zu unterschiedlich sind die Informationen, Meinungen. Alles ist durchtränkt von Angst und Hoffnung, Verzweiflung und dem Wunsch nach einer anderen Gesellschaftsstruktur. Viele Menschen genießen die Zwangspause, den Rückzug, entdecken die Wohltat der Natur. Andere können sich selbst kaum aushalten, sind mit all ihren Gefühlen völlig überfordert. Dazu kommen überall oft recht widersprüchliche Informationen und Meinungen zum Vorschein.

Kurzum - es kommt alles zutage. Das Gute und das Schlechte. Innerhalb kürzester Zeit. Wie also damit umgehen? Was tun, wenn auf der einen Seite, der Rückzug so eine große Chance und eine Notwendigkeit scheint, aber auf der anderen Seite das materielle Leben an die Existenzgrenze gelangt? Wie zur Ruhe kommen, wenn Entlassung oder Ruin drohen?

Menschen helfen einander gern, Menschen sind füreinander da. Und so ist die Unterstützungswelle nicht verwunderlich. Manche sind so unsagbar kreativ, um ein wenig Normalität und Existenzen zu erhalten.

Helmut Schmidt sagte einmal: 'In der Krise zeigt sich der Charakter.'

Ja, das können wir gut beobachten. Wir urteilen, werten, öffnen Schubladen und entsorgen. Aber bekanntermaßen sind wir im Zustand von Stress nicht in der Lage, vernünftige und rationale Entscheidungen zu treffen. Das Hamstern von Toilettenpapier zeigt das doch wirklich mehr als deutlich. Also zeigen wir uns verständnisvoller und geraten nicht als Kettenreaktion auch in dieses Verhalten. Denn auch Panik ist ansteckend. Halten wir unseren Kopf und besonders unser Herz auf Abstand.

Ja, die Zeiten sind verwirrend. Die meisten Strukturen funktionieren nicht. Plötzlich ist es kein weiser Kalenderspruch mehr, dass alle Sicherheit nur scheinbar ist. Innerhalb weniger Tage ist unser aller Leben wortwörtlich auf den Kopf gestellt. Aber nicht nur auf negative Weise. Ich sehe auch sehr viel glückliche Umstände. An meinem Leben hat sich im Moment noch nichts verändert. Aber ich selbst verändere mich. Und wenn ich es erkläre könnte, würde ich es tun. Ich weiß selbst nicht, woher meine Freude und Energie kommen. So vieles, was noch vor 3 Wochen wichtig war, ist es auf einmal nicht mehr. Ich nehme viel klarer wahr, was mir Energie gibt und was sie raubt. Ich hatte noch nie ein gutes Gespür für meinen Körper. Auch das entwickelt sich. Ich 'höre', was er möchte.

Es ist, als ändere sich die Energie auf unserem Planeten. Die Natur erholt sich so schnell. Überall sind Veränderungen zu sehen.

Der Frühling ist da und die Natur erwacht. Es ist so ein schicksalhaftes Sinnbild, das hoffentlich alles und alle ergreift. Lasst uns zu unserer Natur erwachen.

Die Liebe

Es ist nicht ganz klar, ob Albert Einstein diesen Brief wirklich an seine Tochter schrieb. Aber das sei an dieser Stelle auch nicht wichtig. Wichtig ist der Inhalt. Meine Freundin schickte ihn mir gerade als Lesung per WhattsApp. Und ich danke ihr so sehr dafür. Dass ich mich gerade ans Laptop gesetzt hatte, um zu schreiben, wußte sie nicht. Und doch wußte sie es.

„Liebe Lieserl, als ich die Relativitätstheorie vorschlug, verstanden mich nur sehr wenige Menschen und was ich Dir jetzt schreibe, wird ebenso auf Missverständnisse und Vorurteilen in der Welt stoßen.

Ich bitte Dich dennoch, dass Du dies, die ganze Zeit die notwendig ist, beschützt. Jahre, Jahrzehnte, bis die Gesellschaft fortgeschritten genug ist, um das, was ich Dir hier erklären werde, zu akzeptieren.

Es gibt eine extrem starke Kraft, für die die Wissenschaft bisher noch keine Formel gefunden hat. Es ist eine Kraft, die alle anderen beinhaltet, sie regelt und die sogar hinter jedem Phänomen steckt, das im Universum tätig ist und noch nicht von uns identifiziert wurde. Diese universelle Kraft ist LIEBE.

Wenn die Wissenschaftler nach einer einheitlichen Theorie des Universums suchten, vergaßen sie bisher diese unsichtbare und mächtigste aller Kräfte.

Liebe ist Licht, da sie denjenigen erleuchtet, der sie aussendet und empfängt. Liebe ist Schwerkraft, weil sie einige Leute dazu bringt, sich zu anderen hingezogen zu fühlen. Liebe ist Macht, weil sie das Beste, das wir haben, vermehrt und nicht zulässt, dass die Menschheit durch ihren blinden Egoismus ausgelöscht wird. Liebe zeigt und offenbart. Durch die Liebe lebt und stirbt man. Liebe ist Gott und Gott ist die Liebe.

Diese Kraft erklärt alles und gibt dem Leben einen SINN. Dies ist die Variable, die wir zu lange ignoriert haben, vielleicht, weil wir vor der Liebe Angst haben. Sie ist schließlich die einzige Macht im Universum, die der Mensch nicht nach seinem Willen steuern kann. Um die Liebe sichtbar zu machen, habe ich eine meiner berühmtesten Gleichungen genutzt. Wenn wir anstelle von E = mc2 die Energie akzeptieren, um die Welt durch Liebe zu heilen, kann man durch die Liebe multipliziert mal Lichtgeschwindigkeit hoch Quadrat zu dem Schluss kommen, dass die Liebe die mächtigste Kraft ist, die es gibt. Denn sie hat keine Grenzen.

…Nach dem Scheitern der Menschheit in der Nutzung und Kontrolle über die anderen Kräfte des Universums, die sich gegen uns gestellt haben, ist es unerlässlich, dass wir uns von einer anderen Art von Energie ernähren. Wenn wir wollen, dass unsere Art überleben soll, wenn wir einen Sinn im Leben finden wollen, wenn wir die Welt und alle fühlenden Wesen, das sie bewohnen, retten wollen, ist die Liebe die einzige und die letzte Antwort.

Vielleicht sind wir noch nicht bereit, eine Bombe der Liebe zu bauen, ein Artefakt, das mächtig genug ist, allen Hass, Selbstsucht und Gier, die den Planeten plagen, zu zerstören. Allerdings trägt jeder Einzelne in sich einen kleinen, aber leistungsstarken Generator der Liebe, dessen Energie darauf wartet, befreit zu werden.

Wenn wir lernen, liebe Lieserl, diese universelle Energie, zu geben und zu empfangen, werden wir herausfinden, dass die Liebe alles überwindet, alles transzendiert und alles kann, denn die Liebe ist die Quintessenz des Lebens.

…Ich bedauere zutiefst, nicht in der Lage gewesen zu sein, das auszudrücken, was mein Herz enthält: mein ganzes Leben hat es leise für Dich geschlagen. Vielleicht ist es nun zu spät, mich zu entschuldigen, aber da die Zeit relativ ist, muss ich Dir wenigstens jetzt sagen, dass ich Dich liebe und dass ich durch Dich zur letzten Antwort gekommen bin.

Dein Vater, Albert Einstein ”

Vielleicht stehen wir kurz vor dem Bau der Bombe der Liebe?

Ich wünsche Euch allen von Herzen einen wunderbaren Sonntag, Anke

Zaghaft

2

... bin ich geworden - ein wenig aber nur.

Es fällt mir schwer Worte zu finden für das, was gerade in mir steckenbleiben will. Vielleicht genau deswegen. Es möchte in mir bleiben, möchte nicht nach außen.
Und ich verstehe es nicht - im Moment.
Das, was immer aus mir floss, bindet sich in mich. Und doch klopft es an - eben zaghaft.
Ich möchte ihm Raum geben, eine Sprache schenken. Aber es ist zögerlich.
Es klingt nach Heilung, nach Segen - und nach Vorsicht. Das, was da stecken bleiben möchte, sendet mir ein Lächeln, einen liebevollen Gedanken.
Aber es bleibt, wo es ist.
Vielleicht möchte es nur erkannt werden - zunächst. Vielleicht soll ich diese Worte vorwegschicken...

Aber ich bin mir sicher, dass mein Herz spricht. Leise und vorsichtig - zaghaft eben.

Und so will ich vorsichtig sein mit meinen Worten, möchte ihm das Vertrauen schenken, dass ich es achte und ihm zuhöre. In stillen Momenten und in besonderen Momenten - solchen, die uns beiden heilig sind und nur uns gehören.

Aber ich soll Grüße ausrichten - von Herz zu Herz. ;-))

Alles wird neu

0

Nach langer Zeit möchte ich mich wieder dem widmen, was mir so unendlich viel Freude bereitet. Ich habe es sehr vernachlässigt. Aber wir erleben gerade eine besondere Zeit. Und da kann man doch einfach besondere Dinge starten... Die Idee für einen neuen blog waberte schon lange in mir. Aber als technisch Unversierte habe ich das immer vor mir hergeschoben. Bis ich eingeladen wurde zu einem privaten workshop mit vier wunderbaren Frauen. Wir waren alle auf der Suche, wollten uns umorientieren. Obwohl ich ja wußte, was ich wollte, war es ein total inspirierendes Wochenende, das meine Freundin da auf die Beine gestellt hat. Sie versprach, mich zu unterstützen. Und sie hielt Wort. Ich war so haltlos überfordert mit all dem Getechnike. Wenn ich das Internet gelöscht hätte, hätte es mich nicht gewundert. Es war kurz davor, glaubt mir. Als ich dann irgendwie irgendwas auf unserem Laptop installiert hatte, verließ mich wenig der Mut. Was glaubt Ihr, wieviele Verträge ich stornieren mußte... Aber Hannah hat mich gerettet. Jetzt kann ich beginnen... Beginnen in einer außergewöhnlichen Zeit. Ich hoffe, ich finde Worte, die Dich inspirieren, Dir Hoffnung und vielleicht ein wenig Freude bringen. Schön, dass Du hier bist!

Hingabe

0

Mich hingeben, dem was ist. Einfach sein. Loslassen. Einswerden. Stille. 

In mir ist nie Stille. In mir tobt der Sturm oder weht ein laues Lüftchen. Aber es ist nie still. Ich fühle, also bin ich. Und ich fühle immer und überall. Ich kann Seiten füllen, mit den schönsten Worten beim Anblick eines Eisberges. Weil sich so viel in mir rührt. 

Und ich suche immer noch die Möglichkeit des Ausdrucks. Suche mich ins Außen zu transportieren. Und bin mir nie gerecht. Erkläre und verschätze mich. Fühle mich um Möglichkeiten betrogen. 

Aber dann verstehe ich das Loslassen, das Einssein, die Stille - als 'meinen' Moment. 

Wahrnehmen und genießen, was ich bin. Feiern, was dort duch mich hindurchfließt. Ich kann es fühlen, also ist es doch. Das ist meine Wahrheit, weil ich es bin. 
Loslassen des Außen. Einswerden mit mir. Stille, dort wo ich verweile. Nur Genuß und Dankbarkeit - für das, was ich bin. 

Brahms - Symphonie N° 1 (Celibidache):

https://www.youtube.com/watch?v=Ab2gr6oAC5g&feature=youtu.be

Rückblende vom 30. April 2013